Interview mit Stefan Zizek, REWE Center, Egelsbach

Warum haben Sie bei dem Wettbewerb um den Titel „Deutschlands bestes Presseregal“ mitgemacht?

Wir machen gern bei Wettbewerben mit, weil es uns als Team weiterbringt und stets ein guter Anlass ist, unsere Konzepte zu überprüfen und uns nach guten Vorbildern in der Branche umzusehen. Wir suchen permanent nach neuen Trends und Ideen ­– von denen am Ende der Kunde profitiert.

Haben Sie auch einen Umbau in Ihrem Geschäft vorgenommen?

Wir hatten bereits Anfang 2019 eine erste Umstellung beim Pressesortiment vorgenommen, mit der wir und vor allem auch die Kunden aber nicht so richtig zufrieden waren. Daher war eine erneute Überprüfung und Umgestaltung in diesem Warenbereich notwendig. Das Feedback der Kunden und die Umsatzzahlen zeigen uns nun klar, dass wir jetzt den richtigen Ansatz gewählt haben.

Was war Ihrer Meinung nach für den Erfolg des Konzeptes verantwortlich?

Die gedruckten Medien in Form von Zeitschriften, Zeitungen und Büchern werden nun auf einer an sich unverändert großen Fläche viel großzügiger präsentiert. Wichtig sind dafür zum Beispiel kleinere Möbel und zusätzliche Cubes. Dadurch hat der Kunde insgesamt mehr Platz, kann sich besser am Regal entlang bewegen, findet seine Titel schneller und das Angebot kann insgesamt emotional stärker wirken.

Zudem lädt diese Zone auch mit Kaffeemaschine und Stühlen zum Verweilen, Ausruhen und Stöbern in den Magazinen ein. Diese Wohlfühlatmosphäre zieht die Kunden an. Und ein Mitarbeiter ist immer vor Ort, um zu beraten oder Bestellungen aufzunehmen. Am Wochenende ist es dort besonders voll.

Entscheidend für all das war aber der Input unserer Mitarbeiter, die nicht nur das Kundenfeedback entsprechend aufgefangen und weitergeleitet haben, sondern auch eigene Ideen entwickelt haben.

Welche Rolle spielt das Presse-Grosso für Sie?

Das Presse-Grosso hat uns ebenso wie der Partner im Buchbereich sehr gut unterstützt und kontinuierlich begleitet. Das Vertrauen ist gut und die Zusammenarbeit verläuft sehr partnerschaftlich.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Zweit- und Sonderplatzierungen?

Auch Zweitplatzierungen spielen bei unserem großen Markt mit weiteren spezialisierten Angebots-„Kojen“ eine wichtige Rolle: Hier werden jeweils themenspezifisch Zeitschriften platziert, zum Beispiel Spielwaren und Kinderzeitschriften oder Tiernahrung und Tiermagazine. Das löst durchaus zusätzliche Kaufimpulse aus und führt zu Koppelkäufen.

Welche Mengen- und Umsatzentwicklungen konnten Sie erreichen?

Wir konnten das letzte Jahr mit einer guten Umsatzsteigerung beim Pressesortiment abschließen. 2020 entwickelt sich für den Verkauf von Zeitschriften und anderen gedruckten Medien bei uns sogar noch einmal besser, aber hier spielen nun auch die Sondereffekte aus der Covid19-Krise eine Rolle.

Welchen Rat können Sie anderen Kollegen geben?

Entscheidend für den Erfolg ist das Team, welches das Pressesortiment betreut. Das muss Lust auf Veränderung haben, hinter den Konzepten stehen und darin einen Nutzen sehen. Und dann profitiert auch der Kunde davon.

Was begeistert Ihre Mitarbeiter am Presseregal?

Die Mitarbeiter sind direkt für die jeweilige Abteilung verantwortlich und haben dementsprechend auch viele eigene Ideen. Wichtig dabei ist, dass das Team das Gefühl hat, dass die entwickelten Ideen auch angenommen und umgesetzt werden. Die Fachleute vor Ort müssen die Freiheit haben, selbst zu gestalten, schließlich sind sie es auch, die ganz nah am Kunden sind. Entsprechend ist Kommunikation – im Team und mit dem Kunden – der eigentliche Schlüssel für den Erfolg.